Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) wird nach Niederbayern erweitert: Stadt und Landkreis Landshut treten zum 1. Januar 2026 dem MVV bei. Nachdem der Kreistag bereits am Donnerstag mit breiter Mehrheit seine Zustimmung erteilt hatte, gab am Freitagnachmittag auch der Landshuter Stadtrat bei nur einer Gegenstimme „grünes Licht“.
Die Nutzung von Bus und Bahn wird dadurch sehr viel fahrgastfreundlicher, unter anderem durch einen gemeinsamen Tarif und eine übergreifende Fahrplanauskunft. Ende des vergangenen Jahres hatte bereits der Landkreis Garmisch-Partenkirchen den MVV-Beitritt ebenfalls zum 1. Januar 2026 beschlossen, seit Anfang dieses Jahres sind auch die Landkreise Landsberg am Lech und Weilheim-Schongau im MVV.
Mit dem Beitritt von Stadt und Landkreis Landshut wächst das MVV-Gebiet auf über 12.000 Quadratkilometer und bedient insgesamt mehr als vier Millionen Menschen – das entspricht etwa einem Drittel der bayerischen Bevölkerung. Mit der Erweiterung um Stadt und Landkreis Landshut kommen insgesamt 35 Gemeinden (Buch am Erlbach ist bereits im MVV), 10 Bahnhalte und über 1.000 Bushaltestellen zum MVV dazu.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter bezeichnete die Beschlüsse von Stadtrat und Kreistag als positives Signal. „Für die Fahrgäste verspricht das nur Vorteile: Sie profitieren von einheitlichen und meist auch günstigeren Ticketpreisen, abgestimmten Fahrplänen und einheitlichen Fahrgastinformationen. Das erleichtert den Zugang zum ÖPNV ungemein. Von Seiten des Freistaats unterstützen wir die Kommunen deshalb auf ihrem Weg in flächendeckende und leistungsfähige Verkehrsverbünde und übernehmen den Großteil der anfallenden Kosten.“ Durch die Verbunderweiterungen der letzten beiden Jahre seien über eine Million Menschen Teil des MVV-Gebiets geworden. „Der MVV ist eine der bundesweit leistungsstärksten Verkehrsorganisationen und macht den ÖPNV noch attraktiver.“
Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut, und Oberbürgermeister Alexander Putz betrachten den MVV-Beitritt als „Meilenstein in der Entwicklung des ÖPNV in unserer Region“. Dass sowohl der Kreistag als auch der Stadtrat mit jeweils überwältigenden Mehrheiten dem Beitritt zugestimmt haben, sei sehr erfreulich und Ausdruck der hohen Erwartungen, die beide Gremien an diesen Schritt knüpfen. „Fahrgäste profitieren nicht nur von einer anderen, zumeist günstigeren und übersichtlicheren Tarifstruktur – auch im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Entwicklung des Nahverkehrsplans ist es unerlässlich, Synergien zu schaffen und sich starke Partner ins Boot zu holen“, betont Landrat Dreier.
OB Putz hebt ebenfalls den in den meisten Fällen erheblichen Preisvorteil für die Kunden hervor, den der Beitritt mit sich bringt: „Der MVV bietet zum Beispiel auch preiswerte Tageskarten für Singles und Gruppen – und ein 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende, mit dem man zwölf Monate lang auf allen Linien im gesamten MVV-Netz für einen Euro am Tag unterwegs sein kann.“ Darüber hinaus sieht der Oberbürgermeister in der modernen MVV-App und dem darin integrierten neuen Angebot „MVVswipe“ einen erheblichen Mehrwert für die ÖPNV-Kunden in der Region. „Dieses System ist sehr einfach zu bedienen, erleichtert die Nutzung von Bus und Bahn spürbar und könnte deshalb ein weiterer Anreiz zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel sein.“
MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch, der sich über den Beitritt von Stadt und Landkreis Landshut sehr freut, empfiehlt allen Fahrgästen eben jene MVV-App und erklärt deren Vorzüge für die Kunden: „Einmal auf dem Handy installiert, muss sich niemand mehr mit Zonen und der Suche nach dem richtigen Ticket befassen. Sie geben nur Start und Ziel ein, dann werden die Verbindungen angezeigt, Sie können direkt ihre Fahrkarte kaufen, sehen immer die aktuellen Fahrpläne in Echtzeit, also ob Ihr Bus oder die Bahn unterwegs sind – und, ganz neu: MVVswipe! Da brauchen Sie noch nicht mal mehr die Haltestellen eingeben, sondern wischen einfach nur nach rechts beim Einsteigen und wenn Sie aussteigen wieder nach links, anschließend errechnet das System immer den günstigsten Tarif. Einfacher geht’s kaum.“
Mit dem Beitritt zum 1. Januar 2026 löst der MVV-Tarif in der Region Landshut die bisher gültigen Tarife ab. Viele Fahrten werden dadurch günstiger, wie die folgenden, ausgewählten Beispielrelationen (Tarifstand 2025) zeigen:
Weitere Informationen über den Münchner Verkehrsverbund MVV gibt es unter http://www.mvv-muenchen.de.
Die Stadt Landshut veranstaltet in Kooperation mit dem Lustigen Faschingsstammtisch Weiß-Blau heuer wieder den alle zwei Jahre stattfindenden Faschingsumzug. Am Sonntag, 2. März, ab 13 Uhr schlängelt sich der Gaudiwurm durch die Innenstadt. Oberbürgermeister Alexander Putz stellte am Montag gemeinsam mit Faschingsstammtisch-Präsident Horst Heppenheimer, Marco Andre, Präsident der Narrhalla Landshut und Stadtmarketingleiter Michael Bragulla das Programm im Alten Plenarsaal vor.
Der Faschingsumzug setzt sich in der Inneren Münchener Straße zusammen und zieht durch die Stadt bis zum City Center (CCL). Er führt über den Dreifaltigkeitsplatz, die Altstadt und den Postplatz bis zum Bischof-Sailer-Platz. Bereits ab 12 Uhr beginnt das bunte Treiben mit einem musikalischen Rahmenprogramm auf der „Maximal Radio“-Bühne am Rathaus. Nach dem Umzug geht die Feier beim großen Faschingstreiben in der Altstadt weiter – mit DJ und gastronomischen Angeboten.
Eine besondere Neuerung gibt es in diesem Jahr: Erstmals werden die drei besten Festwagen und Fußgruppen prämiert. Bislang haben sich 39 Gruppen und Motto-Wägen angemeldet. Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Amts für Wirtschaft, Marketing & Tourismus, der Narrhalla, des Lustigen Faschingsstammtischs und vom Funkhaus Landshut, wird die Teilnehmer nach den Kriterien „Motto“, „Originalität“ und „ästhetische Umsetzung“ mit jeweils bis zu zehn möglichen Punkten bewerten. Die besten drei Gruppen und Faschingswägen erhalten LandshutCards und Getränkegutscheine von je 50, 125 oder 250 Euro und somit Preise im Wert von bis zu 500 Euro für die ersten Plätze. Die glücklichen Gewinner werden direkt im Anschluss an den Umzug bei der feierlichen Verleihung durch Oberbürgermeister Alexander Putz auf der Bühne in der Altstadt bekannt gegeben.
„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder für gute Laune bei den Faschingsfreunden sorgen können“, sagte Horst Heppenheimer, Präsident des Faschingsstammtischs Weiß-Blau. „Die Prämierung der besten Wagen und Fußgruppen wird die Kreativität der Teilnehmer bestimmt noch mehr sprühen lassen.“
Damit die Besucher des Umzugs zudem reichlich Faschingsleckereien fangen können, stellt die Stadt den teilnehmenden Gruppen ein Süßigkeiten-Kontingent für das Publikum zur Verfügung. So können auch fleißig „Guddies“ geworfen werden.

Ein Höhepunkt ist auch in diesem Jahr wieder der städtische Faschingswagen mit dem Oberbürgermeister und Mitgliedern des Stadtrats. In Kooperation mit der Narrhalla steht der Wagen unter dem Motto „Ab in den Süden“. Passend dazu werden sich der Rathauschef und die Stadträte in südlich-exotische Verkleidungen werfen. „Wir feiern den Fasching gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern. Gespannt bin ich vor allem auf den Ideenreichtum bei den Kostümen und Dekorationen.“ Er wünsche allen Faschingsnarren viel Spaß und ein paar unbeschwerte Stunden.
Im Vorfeld habe es eine enge Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden, der Polizei, Hilfsorganisationen und dem Ordnungsamt gegeben. Entsprechende Vorkehrungen für die Veranstaltung wurden getroffen. „Ich halte eine Absage nicht für sinnvoll. Aus der Sicht derjenigen, die diese fürchterlichen Anschläge begehen, wäre dies gerade der Zweck, den sie verfolgen: dass wir uns unsere Lebensfreude nehmen lassen.“ Zudem müsse man sich dann die Frage stellen, wo fängt man an, wo hört man auf? Hundertprozentige Sicherheit könne man niemals gewährleisten. „Aber wir können uns bestmöglich vorbereiten.“ Die Sicherheitslage habe sich indes seit anderen Großveranstaltungen wie dem Christkindlmarkt oder der Lasershow nicht geändert. „Deshalb plädiere ich entschieden dafür, dass wir unsere Veranstaltungen weiter durchführen“, so Putz.
„Es ist schön, dass wir damit einmal mehr zeigen können, welchen Erlebnischarakter unsere Innenstadt hat“, sagt Stadtmarketingleiter Michael Bragulla, „ein perfekter Rahmen für die Veranstaltung für Jung und Alt. Die Gastronomie macht mit ihrem attraktiven Angebot das Gesamtpaket komplett.“
INFO
Für Kurzentschlossene: Gruppen können sich noch bei Horst Heppenheimer anmelden unter Telefon 0171 – 27 68 690. Informationen zum Fasching gibt es zudem unter www.landshuter-faschingsumzug.de
Die Stadt Landshut hat nun Stadionführungen durch die Fanatec-Arena mit Eishockey-Legende Alois Schloder im Stadtführungsprogramm. Das Motto lautet „Eine Zeitreise durch die Geschichte des Eissports in Landshut und ein Blick hinter die Kulissen des Traditionsvereins EV Landshut“. Zum Start hat Schloder am Dienstag eine Gruppe von Vertretern der Stadtverwaltung und Repräsentanten des EV Landshut durch das Stadion geführt.
Stationen und Inhalte der Tour sind die Kabine des Profiteams mit einer Filmvorführung von „75 Jahre EVL“, Erklärungen zur Eishockey-Ausrüstung sowie der Geschichte des Eissports in Landshut. Darüber hinaus geht es um das Eisstadion selbst – unter anderem die Baugeschichte, den VIP- und Presseraum, Fanshop und Bildergalerien. Teilnehmer erfahren Geschichten zu sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkten. Auch die Eishalle 2 mit der Eishockey-Talentschmiede, dem Eiskunstlauf, Stockschießen und Inlinehockey steht auf dem Programm. Oberbürgermeister Alexander Putz war bereits im Vorfeld überzeugt, dass das Interesse an dem neuen Angebot groß sein wird: „Einblicke hinter die Kulissen und persönliche Anekdoten machen die sportliche, soziale wie auch gesellschaftliche Bedeutung des Stadions und des Vereins deutlich.“ Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der in Vertretung des OB an der Führung teilnahm, zeigte sich begeistert: „Das Herz der Sportstadt Landshut wird lebendig und anschaulich präsentiert.“
Entscheidend dazu beitragen wird Tourguide Alois Schloder. Er spielte von 1963 bis 1986 für den Eislaufverein Landshut in der Eishockey-Bundesliga. Mit dem EVL wurde er 1969 Deutscher Pokalsieger, 1970 und 1983 Deutscher Meister. Er war langjähriger Kapitän der Nationalmannschaft und gewann mit ihr bei den Olympischen Spielen 1976 die Bronzemedaille. Nach seiner Sportlerkarriere arbeite er als Fernsehexperte und leitete das städtische Sportamt. 2005 wurde er in die internationale Hall of Fame des Eishockey-Weltverbands aufgenommen.
Von 2014 bis 2023 erarbeitete er ehrenamtlich eine umfangreiche Chronik des EVL und sammelte durch den Verkauf mehr als 120.000 Euro für den Verein.
„Mit diesen Führungen schließt sich für mich der Kreis rund um den EVL nach der Zeit als Spieler, in der Sportverwaltung und als Chronist“, sagt Schloder. Die Fanatec-Arena ist für ihn etwas ganz Besonderes: „Durch die Sanierung ist das Stadion für mich persönlich zur schönsten Eissporthalle Deutschlands geworden. Mit der modernen Halle für knapp 5000 Besucher ist Landshut auch für internationale Wettbewerbe prädestiniert, wie die Austragung des Deutschland Cups und der U18-Weltmeisterschaft gezeigt haben.“ Die Eishockey-Hochburg habe laut Schloder damit die Brücke geschlagen zwischen der erfolgreichen EVL-Vergangenheit und einer vielversprechenden Zukunft.
INFO: Die Führung dauert 90 Minuten und kostet zehn Euro pro Person bei geplanten Terminen und 100 Euro für Gruppen auf Anfrage. Die Einnahmen kommen komplett dem EVL-Nachwuchs zugute. Die ersten öffentlichen Termine sind, jeweils samstags, am 15. Februar, am 1., 15. und 29. März sowie am 5. und 19. April geplant (immer von 14.30 bis 16 Uhr für maximal 25 Teilnehmer). Buchbar sind die Touren in der Tourist-Information im Rathaus in der Altstadt, unter Telefon 0871 – 922 050, per E-Mail an stadtfuehrungen@landshut.de oder online unter www.erleben.landshut.de/aktivitaeten-events/stadtfuehrungen.
Mehr als 7.000 Sprachen gibt es auf der Welt, etwa 225 in Europa. Jeder Mensch hat eine Muttersprache und sie ist das Bindeglied zu seiner Kultur. Anlässlich des Tags der Muttersprache veranstaltet das Amt für Ausländerangelegenheiten und Integration in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei am Donnerstag, 20. Februar, von 13 bis 18 Uhr im Salzstadel die zweite Sprachmesse.
Die Messe soll die sprachliche Vielfalt in Landshut erlebbar machen und dazu beitragen, Barrieren zu überwinden. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Alexander Putz, der auch ein Grußwort spricht. Im Rahmen der Sprachmesse, die heuer zum zweiten Mal stattfindet, stellen einzelne Personen und Gruppen ihre Sprache vor. Sie geben den Besucherinnen und Besuchern Einblick Sprachen wie Bairisch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch. Einen Schwerpunkt bildet auch die Gebärdensprache. Der Eintritt ist frei.
Die Stadtbücherei ist Kooperationspartner der Veranstaltung. Sie stellt Sprachbücher und Literatur vor, die die Sprache und das Miteinander in den Vordergrund stellen, und präsentiert ihr Onlineangebot. Darüber hinaus bietet sie nach vorheriger Absprache Führungen durch die Bibliothek an. Anmeldungen können telefonisch unter 0871 – 22 872 oder per E-Mail an Thomas.Beetz@landshut.de abgegeben werden.
Die Organisatoren freuen sich auf zahlreiche Besucher und einen gelungenen Austausch.
Die Städtische Musikschule lädt am Samstag, 1. Februar, um 17 Uhr zu einem besonderen Konzertabend ein. Im Konzertsaal wird der slowenische Gitarrist Urbaan Reiter Meisterwerke der klassischen Gitarre präsentieren.
Das abwechslungsreiche Programm umfasst Werke von Johann Sebastian Bach, Fernando Sor, Frank Martin und Joaquín Turina und zeigt eindrucksvoll die Vielseitigkeit des Instruments. Den Abend eröffnet Lena Preis, Schülerin der Klasse von Musikschullehrer Marcos Victora-Wagner.
Urbaan Reiter, geboren 2003 in Slovenj Gradec, Slowenien, begann bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Gitarrenspiel. 2017 wurde er in den Hochbegabten- und Vorbereitungslehrgang der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz aufgenommen. Seit 2022 setzt er dort sein Bachelorstudium unter Leitung von Prof. Łukasz Kuropaczewski und Prof. Paolo Pegoraro fort.
Der junge Gitarrist wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: 2019 wurde er als „Rising Star“ beim Convegno Internazionale di Milano vorgestellt. Zudem erhielt er 2021 und 2022 das Diploma di Merito an der Accademia Musicale Chigiana bei Maestro Oscar Ghiglia. Seine Erfolgsliste umfasst 19 erste Preise bei internationalen Wettbewerben.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das nächste Termin der Gitarrenkonzertreihe ist am Samstag, 5. April. Zu Gast wird der mexikanische Gitarrist Cecilio Perera sein.
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