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19.03.2026

Koenig+ Heufelder im KOENIGmuseum

„Wiederaufstellung“ der „Aufstellung“ von KOENIG und ,,Handwerk & Humanität. Walter Heufelder zum 100.“

Fritz Koenig_Zwei XII, 1975 vor Epitaph für Ikarus,1985-86_Foto Toni Ott Fritz Koenig_Zwei XII, 1975 vor Epitaph für Ikarus,1985-86_Foto Toni Ott

Zwei Ausstellungen auf einmal werden am 21. März 2026 im KOENIGmuseum eröffnet: die „Wiederaufstellung“ der „Aufstellung“, die Koenig selbst 2008 mit seinen Plastiken im KOENIGmuseum vorgenommen hat; und die Jubiläumsausstellung für den ehemaligen Leiter der Landshuter Keramikschule: ,,Handwerk & Humanität. Walter Heufelder zum 100.“

Ihr Verhältnis war respektvoll doch reserviert: Fritz Koenig, Landshuter Urgestein und weltbekannter Bildhauer, war eine künstlerische Autorität in der Stadt. Walter Heufelder dagegen war schon 49 Jahre alt, als er 1975 aus Köln nach Landshut kam, um in den folgenden 13 Jahren die hiesige Keramikschule zu leiten. Der gebürtige Westerwälder musste sich erst einmal einfinden in seine niederbayerische Umgebung. Sie trafen sich beim Landshuter Künstlerstammtisch. Heufelder besuchte Koenig in Ganslberg; und er fehlte auf keiner der Eröffnungen und Veranstaltungen im KOENIGmuseum.

Am 4. Januar 2026 feierte Walter Heufelder seinen 100. Geburtstag.  Aus diesem Anlass hat er den Museen der Stadt Landshut 46 Arbeiten geschenkt. Sie werden nun zusammen mit Leihgaben aus der Neuen Sammlung München gezeigt. So ergibt sich ein repräsentativer Querschnitt durch Heufelders Lebenswerk, das von Formreichtum und hoher technischer Präzision bei den Glasuren gekennzeichnet ist.

Über weite Teile der offenen Raumfolge des Baus ist die originalgetreue „Wiederaufstellung“ der „Aufstellung“ von Koenigs Plastiken zu sehen, die der Künstler selbst 2008 vorgenommen hatte. Auf der Grundlage von Fotos des Landshuter Fotografen Toni Ott konnte die Stellung der Kunstwerke nahezu zentimetergenau nachvollzogen werden. Nur beim Medienraum, beim Pädagogikraum und beim Schaudepot mussten Kompromisse mit den hinzugekommenen Einbauten eingegangen werden – und bei dem Walter Heufelder gewidmeten Raum. Außerdem wurde auf die Kombination mit Zeichnungen Koenigs verzichtet – aus konservatorischen Gründen, und um ein pures Erlebnis der bildhauerischen Arbeiten in dem wieder ganz in Weiß gefassten Museum zu ermöglichen. Das Motto der Schau, die nach der am 5. Juli 2026 endenden Heufelder-Ausstellung fortdauert, lautet: Koenig pur genießen!

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