Der Hof- und Herzoggarten, eine Oase am Rande der dicht bebauten Innenstadt, erstreckt sich über 33 Hektar und wird von einem acht Kilometer langen Wegenetz durchzogen. Belohnt werden die Besucher mit einem sagenhaften Ausblick über die Stadt. Herrlicher alter Baumbestand, farbenprächtige Blumenanlagen, Kräutergarten, sowie mehrere Tiergehege mit etwa 200 Tieren, darunter Damhirsche, Nandus, Zwergziegen, Pfaue, Hasen und Meerschweinchen, bieten Erholung pur. Der Eintritt ist frei.
Bereits seit der Stadtgründung im Jahr 1204 durch Herzog Ludwig den Kelheimer diente der heutige Hofgarten bis ins 18. Jahrhundert als Tiergarten. Danach wandelte sich das Areal in einen Kulturbetrieb. Eine Landespelzschule für Obstbaumanzucht und die Seidenraupenzucht wurden etabliert. Im Jahr 1800 ging der Hofgarten nach der Verlegung der Königlichen Universität von Ingolstadt nach Landshut in den Besitz der Universität über. Erst 1836 gelang es der Stadt Landshut nach langen Verhandlungen, den Hofgarten zu erwerben und ab 1837 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das KOENIGmuseum zelebriert das Erbe des renommierten Landshuter Bildhauers Fritz Koenig (1924-2017). Das unterirdische Skulpturenmuseum im Hofberg beherbergt die beeindruckendste Sammlung seiner Werke, die der Künstler zu Lebzeiten selbst gestiftet hat.
Fritz Koenig, eine herausragende Figur der Bildhauerkunst im 20. Jahrhundert, erlangte weltweite Anerkennung durch sein Werk „The Sphere“, das bis zu den tragischen Ereignissen am 11. September 2001 vor dem World Trade Center in New York stand. Heute thront die als „Große Kugelkaryatide“ bekannte Skulptur als unerschütterliches Mahnmal gegen den Terror im Liberty Park in New York.
Das KOENIGmuseum bietet fesselnde Führungen und kreative Workshops an, die den Besuchern tiefere Einblicke in das beeindruckende Leben und Schaffen von Fritz Koenig ermöglichen.
Der Salzstadel beeindruckt mit seiner unverputzten Ziegelfassade, die ihn zu einem der wenigen Gebäude im mittelalterlichen Gewand macht. Bereits 1549 wurde er erstmals als Herzogskasten urkundlich erwähnt. Anhand verschiedener Quellen vermutet man, dass er bereits um 1380 erbaut wurde und zunächst als Getreide- und Salzstadel, später als Hopfenhalle diente. Seit 1988 beherbergt er die Stadtbücherei und dient zugleich als einzigartiger Veranstaltungssaal inmitten des historischen Zentrums.
Im Jahr 1668 wurde das Ursulinenkloster Sankt Joseph im Erzbistum München und Freising durch den Kurfürsten Ferdinand Maria gegründet, als ein römisch-katholisches Kloster der Ursulinen. Über die Jahrhunderte entwickelte sich aus dieser reichen Tradition der Mädchenbildung die bis heute bestehende Ursulinen-Realschule.
Die Klosteranlage selbst vereint eindrucksvoll Stilelemente der Renaissance und des Barock und umfasst eine Kirche, das Klostergebäude sowie die Realschule für Mädchen. Im Jahr 2016 wurde das Kloster aufgelöst, und seit 2020 erfährt das ehemalige Kloster eine umfangreiche Sanierung.
Die Stiftsbasilika St. Martin ist die Hauptkirche und das Wahrzeichen Landshuts. Die spätgotische Hallenkirche zählt aufgrund ihrer Ausmaße und ihrer eindrucksvollen Raumwirkung zu den bedeutendsten Sakralbauten Süddeutschlands.
Von 1389 bis zum Jahr 1500 entstand dieses beeindruckende Gotteshaus, das als Hauptwerk des Meisters Hans von Burghausen gilt.
Der Turm der Landshuter Martinskirche ist mit 130,1 Metern der höchste Backsteinturm der Welt sowie der höchste Kirchturm Bayerns.
Das stattliche Flügel-Bauwerk mitten in der historischen Altstadt entstand durch die Zusammenlegung und Umgestaltung von drei gotischen Giebelhäusern, die durch eine neugotische (1861) Fassade miteinander verbunden sind.
1380 erwarb der Rat der Stadt das mittlere Haus, 70 Jahre später wurde das linke, äußere Gebäude angekauft. Dort befinden sich im Erdgeschoss die Büroräume des Amts für Marketing und Tourismus sowie des Wirtschafts- und Tourismusclubs (WTC) mit Informationszentrum. Erneute 50 Jahre später wurde das rechte Gebäude dazu erworben.
Ein besonderer Höhepunkt im Gebäude ist der prachtvolle Rathausprunksaal im neugotischen Stil. Die Wandgemälde in dem großen Festsaal beeindrucken mit einer historisierenden Darstellung des spätmittelalterlichen Hochzeitszuges der Landshuter Hochzeit im Jahr 1475.
Mit 14 Bowling-Bahnen, 4 Billardtischen, Dart, Airhockey und mehr, wird hier Unterhaltung groß geschrieben. Eine breite Auswahl an Speisen und Getränken garantiert hervorragende Verpflegung für den Hunger zwischendurch. Ob Kindergeburtstage, private Feiern, Firmenveranstaltungen oder Tagungen – hier ist für jeden Anlass das passende Ambiente geboten. Neben den Bowlingbahnen bietet das Lokal auch eine Sommerhütte, einen Biergarten und separate Räumlichkeiten für alle Bedürfnisse.
Die mächtige Burg Trausnitz überragt auf einer Anhöhe die Stadt. Sie wurde 1204 durch Herzog Ludwig I., den Kelheimer, gegründet. Über ein Vierteljahrtausend lang diente sie den Wittelsbachern als Stammburg und war der prächtige Regierungssitz der niederbayerischen Herzöge. Besonders die „Reichen Herzöge“ von Bayern-Landshut, Heinrich, Ludwig und Georg, prägten im 15. Jahrhundert die Geschicke dieser beeindruckenden Festung.
Noch heute wird alle vier Jahre die „Landshuter Hochzeit“ gefeiert, ein Fest, das Ludwig der Reiche 1475 zur Vermählung seines Sohnes Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig ausrichtete.
Im 16. Jahrhundert erfuhr die Burg bedeutende Erweiterungen, als sie als Hofhaltung der bayerischen Erbprinzen diente. Teile dieser Umbauten verliehen der Burg ein reizvolles Renaissanceschloss-Ambiente. Sowohl die mittelalterlichen Strukturen wie der gut erhaltene Befestigungsring mit seinen imposanten Wehrtürmen, Torbauten und Teilen des alten Wehrgangs als auch der majestätische Bergfried, der Wittelsbacher Turm, zeugen heute von ihrer eindrucksvollen Geschichte.
Der prachtvolle Innenhof mit seinen Laubengängen entführt die Besucher hingegen in die prunkvolle Zeit der Renaissance. Bei einem Rundgang durch die Burg erlebt man mittelalterliche Säle und die Burgkapelle mit ihrem bedeutenden frühgotischen Skulpturenschmuck sowie den Flügelaltären der Reichen Herzöge. Gewölbte Kabinette, vertäfelte Stuben und die berühmte Narrentreppe mit ihren monumental gemalten Szenen aus der italienischen Commedia dell’Arte lassen die Epoche der Renaissance lebendig werden. Ein Raum illustriert die einstige Pracht des „Absteigequartiers“ von König Ludwigs II. von Bayern. Als krönender Abschluss der Burgführung eröffnet sich vom Söller aus ein bezaubernder Blick auf die Stadt Landshut.
Im Jahr 1232 gründete die bayerische Herzogin Ludmilla, die Witwe des Städtegründers Ludwig des Kelheimers, das Kloster Seligenthal. Über die Jahrhunderte hinweg wurde es kontinuierlich erweitert und erlangte schließlich den Status einer Abtei.
Noch heute repräsentiert es einen der größten Konvente der Zisterzienserinnen in ganz Europa. In der Abteikirche befindet sich die Gräbnisstätte der bayerischen Wittelsbacher.
Bereits im Jahr 1782 wurde im Kloster Seligethal eine Mädchenschule etabliert, die bis 1820 Bestand hatte. Nachder Säkularisierung und der erneuten Gründung des Klosters im Jahr 1835 durch König Ludwig I. erhielten die Schwestern die zusätzliche Verantwortung, sich neben ihren klösterlichen Aufgaben auch der Bildung von Mädchen zu widmen.
Im Jahr 2000 wurde die Schulstiftung Seligenthal als eigenständiger Träger gegründet, der mittlerweile sieben koedukative Bildungs- und Betreuungseinrichtungen unterhält. So wird der Bildungsauftrag der Abtei bis heute auf vorbildliche Weise ausgeführt: Etwa 250 weltliche Angestellte sowie zahlreiche Schwestern des Seligenthaler Konvents engagieren sich in den Einrichtungen der Schulstiftung. Täglich besuchen rund 1.800 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene das Bildungszentrum Seligenthal im Herzen von Landshut.
Die spätgotische Hallenkirche wurde von 1407 bis 1461 gebaut. Baumeister der Spitalkirche war Hans von Burghausen, nach seinem Tod übernahm Hans Stethaimer den Bau.
Nach einer grundlegenden Sanierung dient die Kirche heute den städtischen Museen als Raum für spannungsvolle Wechselausstellungen aus Geschichte und Gegenwart und ist daher gewöhnlich nur im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs zu besichtigen.
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