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28. Oktober 2026

Der ARTwalk LA beginnt am Ländtor bei der „Herzblume“ von Slavko Oblak. Von hier aus lädt Sieglinde Brams dazu ein, Landshut mit offenen Augen zu erkunden.
Dabei geht es um Kunst, die mitten im öffentlichen Raum zu finden ist. Kunstwerke von bekannten Künstlern wie Slavko Oblak, Fritz Koenig, Karl Reidel, Sean Scully, Biwi Köppel oder Markus F. Strieder begegnen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenso wie historische Darstellungen, etwa des Heiligen Georg oder des Heiligen Nepomuk.
Und genau darin liegt der Reiz. Denn wer im Alltag durch die Stadt geht, hat meist ein Ziel: zum Einkaufen, zur Arbeit, zu einem Termin oder einfach schnell durch die nächste Gasse. Der Blick ist nach vorne gerichtet. Beim ARTwalk LA darf er einmal abschweifen.
Nach oben. Zur Seite. Auf eine Fassade. Zu einer Skulptur. Oder auf ein Detail, das bisher einfach nicht im Blickwinkel war. „Das ist mir noch nie aufgefallen!“ Diesen Satz hört Sieglinde Brams bei ihren Führungen immer wieder. Und er beschreibt wunderbar, was während des ARTwalks passieren kann: Plötzlich wird etwas sichtbar, das die ganze Zeit da war.
Vielleicht ist es der Wochenmarktbrunnen. Vielleicht eine Figur, an der man schon unzählige Male vorbeigegangen ist. Vielleicht ein Kunstwerk, dessen Bedeutung sich erst erschließt, wenn man einen Moment länger davorsteht.
Sieglinde Brams gibt dabei Hintergrundinformationen zu den Werken, erzählt etwas über Künstler und Entstehung und stellt Zusammenhänge her. Aber sie möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch Raum lassen. Denn Kunst muss nicht für jeden dasselbe bedeuten.
Sie regt dazu an, eine eigene Wahrnehmung zu entwickeln und den persönlichen Eindruck auf sich wirken zu lassen. Nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden. Nicht jedes Kunstwerk braucht eine eindeutige Erklärung. Und überhaupt: Was ist Kunst und was kann weg?
„Hinschauen – nicht so viel reden.“ Diesen Satz von Fritz Koenig erwähnt Sieglinde Brams bei ihren ARTwalks LA gerne. Und eigentlich steckt darin schon ziemlich viel von dem, was diese besondere Stadtführung ausmacht.
Rund zwei Stunden dauert der ARTwalk LA. Zwei Stunden, in denen das Tempo der Stadt ein wenig langsamer wird. Stehen bleiben. Schauen. Wahrnehmen. Das klingt zunächst ganz einfach. Im Alltag ist es jedoch genau das, was oft fehlt.
Beim ARTwalk wird aus einem vertrauten Weg eine kleine Entdeckungsreise. Landshut wird nicht nur als historische Stadt mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten betrachtet, sondern als öffentlicher Kunstraum.
Und vielleicht verändert sich dadurch auch der eigene Blick auf die Stadt.
Wer einmal bewusst auf ein Kunstwerk aufmerksam geworden ist, sieht es beim nächsten Vorbeigehen anders. Wer gelernt hat, genauer hinzuschauen, entdeckt vielleicht auch an ganz anderen Stellen neue Details.
Der ARTwalk endet deshalb nicht unbedingt nach zwei Stunden. Er begleitet einen ein Stück weiter. Und ist vielleicht eine Einladung, sich weiter auf Spurensuche zu den versteckten Kunstwerken der Stadt zu begeben.
Die Kunstwerke, die beim ARTwalk LA entdeckt werden, stehen frei zugänglich im öffentlichen Raum. Sie gehören zum Stadtbild und damit ein Stück weit zum Alltag aller, die hier leben oder zu Besuch sind.
ARTwalk LA mit Sieglinde Brams
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Ländtor bei der „Herzblume“ von Slavko Oblak
Anmeldung: erforderlich
Termine: Die aktuellen Termine finden Sie auf bei den aktuellen Stadtführungen
Noch ein Tipp: Diese Stadtführung ist auch individuell als Gruppe möglich. Buchungsanfragen jederzeit gerne an: Tourist-Information Landshut oder Landshuter Stadtführungen
Eine Stadtführung für alle, die Landshut nicht nur sehen, sondern neu entdecken möchten.
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