Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
News
Blog
Unternehmen

Vorlesen

Historische Orte in der Region Landshut

6. August 2026

Wenn man durch die Innenstadt von Landshut schlendert, scheint die Zeit für einen Moment stillzustehen. Gotische Fassaden reihen sich aneinander, enge Gassen erzählen Geschichten aus längst vergangenen Jahrhunderten. Die Region rund um Landshut ist ein wahres Schatzkästchen historischer Sehenswürdigkeiten – von mittelalterlichen Bauwerken bis hin zu prachtvollen Kirchen, die die bewegte Geschichte Niederbayerns widerspiegeln. Wer sich auf eine Reise durch diese Gegend begibt, entdeckt nicht nur beeindruckende Architektur, sondern kann tief in die Vergangenheit eintauchen.

Hofgarten Landshut. Ausblick vom Schanzl.
Martinskirche Landshut im Januar. Foto: Stadt Landshut Martinskirche Landshut im Januar. Foto: Stadt Landshut

Stiftsbasilika St. Martin mit dem höchsten Backsteinturm der Welt

Als höchster Backsteinturm der Welt und höchste Kirche Bayerns ist die Martinskirche bekannt. Wenn man sich dem imposanten Bauwerk nähert, wie hoch der Kirchturm in den Himmel ragt. Die Stiftsbasilika hat unglaubliche viele Details und Geschichten. Schon die umliegenden Portale sind es wert, einen intensiveren Blick darauf zu werfen. Beim Betreten der Kirche packt einen die Atmosphäre, die diese unfassbar imposant und doch elegant in die Höhe strebenden Säulen ausstrahlen. Der Bau der Martinskirche dauerte 115 Jahre und ist in Anbetracht der damaligen Möglichkeiten eine Sensation. Im Inneren der Stiftskirche kann man sich in den Details verlieren oder einfach nur den Raum wirken lassen. Das Chorbogenkreuz, der Hochaltar, die Leinberger Madonna, die Glasfenster, die KOENIGStehle und vieles mehr sorgen für staunende Besucher. Informationsbroschüren liegen im inneren der Kirche aus oder man bucht eine Stadtführung und erfährt immer wieder viel Wissenswerte rund um diese beeindruckende Sehenswürdigkeit.

Weitere Informationen

Blick auf die Burg Trausnitz. Foto: Stadt Landshut/ Moritz Meier Blick von der Carossahöhe auf die Burg Trausnitz. Foto: Stadt Landshut/ Moritz Meier

Burg Trausnitz

Die „Reichen Herzöge von Bayern-Landshut“ waren einst die Herren der Burg Trausnitz. Noch immer thront sie prächtig und erhaben über der Stadt. Der beeindruckende Innenhof mit seinen Laubengängen entführt die Besucher in die prunkvolle Zeit der Renaissance. Bei einem Rundgang durch die Burg erlebt man mittelalterliche Säle und die Burgkapelle mit ihrem bedeutenden frühgotischen Skulpturenschmuck sowie den Flügelaltären der Reichen Herzöge. Gewölbte Kabinette, vertäfelte Stuben und die berühmte Narrentreppe mit ihren monumental gemalten Szenen aus der italienischen Commedia dell’Arte lassen die Epoche der Renaissance lebendig werden. Von Montag bis Samstag ist eine Burgbesichtigung von 9 – 18 Uhr nur im Rahmen einer Führung möglich, die aber alle 30 Minuten angeboten wird. An Sonn- und Feiertagen kann man die Burg individuell ohne Führung besuchen und entdecken, auch von 9 – 18 Uhr. Das Museum der Burg Trausnitz, die Kunst- und Wunderkammer, kann generell ohne Führung besichtigt werden. Im Terminkalender der Burg Trausnitz gibt es immer wieder tolle Aktionen für Erwachsene und Familien. Der angrenzende Hofgarten lädt ein zum Spaziergang in der Natur und ermöglicht den ein oder anderen erhabenen Blick über die Stadt Landshut. Auf die Kinder wartet ein riesiger Abenteuerspielplatz und verschiedene Tiergehege.

Weitere Informationen

Stadtresidenz Landshut. Foto: Stadt Landshut Stadtresidenz Landshut. Foto: Stadt Landshut

Landshuter Stadtresidenz

Ein Stück Italien mitten in Landshut. Die Stadtresidenz gegenüber des Rathauses in der Altstadt zieht immer wieder die Blicke der Touristen an. Der spektakuläre Renaissancepalast genießt hohen kunst- und architekturgeschichtlichen Rang. Errichtet unter der Herrschaft von Herzog Ludwig X. in den Jahren 1536 bis 1543 gibt es zwei architektonischen unterschiedliche Gebäudeteile. Zum einen dem „Deutschen Bau“ in der Altstadt (1536 bis 1537) mit einer späteren klassizistischen Fassade aus dem Jahr 1780. Der Nord-, West- und Südtrakt um den Arkadenhof herum wird als „Italiensicher Bau“ (1537 bis 1543) bezeichnet. An der Rückseite der Ländgasse prangt ein imposantes Steinwappen des Erbauers. Das Gebäude beherbergt beeindruckende Prunkräume mit opulenten Stuckarbeiten und Fresken zu mythologischen Themen von Hans Bocksberger und Ludwig Refinger, sowie eine Zimmerflucht aus dem späten 18. Jahrhundert.

Die Stadtresidenz wird derzeit restauriert und wird voraussichtlich im Sommer 2026 wieder öffnen.

Weitere Informationen

Augustiner Stadl im Trachtenkulturzentrum. Foto: Bayerischer Trachtenverband e.V. Augustiner Stadl im Trachtenkulturzentrum. Foto: Bayerischer Trachtenverband e.V.

Augustiner Stadl im Trachtenkulturzentrum

Im Trachtenkulturzentrum in Holzhausen bei Geisenhausen dreht sich alles um Heimat- und Brauchtumspflege in Bayern. Neben dem Seminar- und Bildungshaus ist besonders der Augustiner Stadl eine historische Sehenswürdigkeit. Der Veranstaltungsstadel ist das älteste Gebäude im Trachtenkulturzentrum und für vielerlei Anlässe der passende Rahmen. Früher als Getreidestadel genutzt, wurde dieser durch umfangreiche Umbaumaßnahmen und dem Einbau einer Kastenbühne mit der dazu passenden rustikalen Bestuhlung zu einem der Prunkstücke des Trachtenkulturzentrums. Trotz Einbauten wie Schanktheke, Kühlzelle, sanitäre Anlagen, Lüftungs- und Brandschutzanlage behält der Stadel seinen ursprünglichen Charakter. Elegante Glastore ermöglichen nicht nur den Zugang durch die historischen Torgewölbe, sondern auch den Blick auf den bepflanzten Innenhof.

Weitere Informationen

Hafnergehöft im denkmalgeschützten Ort Bödldorf. Foto: LRA LA OBaeuml Hafnergehöft im denkmalgeschützten Ort Bödldorf. Foto: LRA LA OBaeuml

Bödldorf – eine Ortschaft unter Denkmalschutz

Bödldorf ist eine kleine, historisch gewachsene Ortschaft in der Nähe von Kröning die heute vor allem durch ihren geschlossenen, denkmalgeschützten Ortskern besticht. Der Ort vermittelt ein anschauliches Bild ländlicher Siedlungsstrukturen vergangener Jahrhunderte: Mehrere gut erhaltene Bauernhäuser, oft in traditioneller Blockbauweise oder mit charakteristischen Satteldächern, gruppieren sich harmonisch entlang der alten Dorfstraße. Besonders bemerkenswert ist, dass Bödldorf nicht nur einzelne Baudenkmäler besitzt, sondern als Ensemble unter Schutz steht. Diese Form des Denkmalschutzes zielt darauf ab, das historische Erscheinungsbild in seiner Gesamtheit zu bewahren – also das Zusammenspiel von Architektur, Hofstrukturen und Landschaft. Dadurch bleibt der ursprüngliche Charakter eines niederbayerischen Dorfes weitgehend unverfälscht erlebbar. Eingebettet in die typisch sanfte Hügellandschaft Niederbayerns bietet Bödldorf zudem ein stimmungsvolles Beispiel dafür, wie eng Kulturgeschichte und Naturraum miteinander verbunden sind. Für Besucher, die sich für regionale Baukultur und authentische Dorfstrukturen interessieren, stellt der Ort somit einen kleinen, aber feinen Geheimtipp dar.

Weitere Informationen

Im Keltenhaus in Bruckberg wird Geschichte erlebbar. Foto: LKR LA Im Keltenhaus in Bruckberg wird Geschichte erlebbar. Foto: LKR LA

Keltenhaus Bruckberg

Das Keltenhaus in Bruckberg ist ein spannendes Beispiel für die Rekonstruktion frühgeschichtlicher Lebensweisen in der Region um Landshut. Es handelt sich dabei um einen Nachbau eines keltischen Wohnhauses, wie es in der Eisenzeit – etwa zwischen 800 und 100 v. Chr. – in Mitteleuropa verbreitet war. Solche Gebäude wurden meist aus Holz, Lehm und Stroh errichtet und spiegeln die handwerklichen Fähigkeiten sowie den Alltag der damaligen Bevölkerung wider. Das Keltenhaus dient heute vor allem der Vermittlung von Geschichte: Besucher erhalten einen anschaulichen Eindruck davon, wie die Kelten wohnten, arbeiteten und ihr Umfeld gestalteten. Oft wird das Gebäude im Rahmen von Führungen, Projekttagen oder lokalen Veranstaltungen genutzt, wodurch Geschichte greifbar und lebendig wird. Als Teil der regionalen Erinnerungskultur ergänzt das Keltenhaus das historische Angebot im Raum Landshut um eine noch ältere Zeitschicht – lange vor der mittelalterlichen Stadtgründung. Es zeigt, dass die Gegend bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war und eine kontinuierliche kulturelle Entwicklung durchlaufen hat.

Weitere Informationen

Zum Inhalt springen